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Recht / Zivilrecht 
Freitag, 03.07.2020

Nachbarschaftsstreit um Rückschnitt von Hecken

Das Amtsgericht München entschied, dass Hecken an der Grundstücksgrenze zum Nachbarn nach bayerischem Landesrecht stets auf maximal zwei Meter Höhe zu halten sind (Az. 155 C 6508/19).

Im vorliegenden Fall verlangte die Klägerin von dem beklagten Nachbarn den Rückschnitt der über zwei Meter Höhe hinausgewachsenen Kirschlorbeerhecke. Der Nachbar trug vor, dass der Kirschbaum bereits seit über zehn Jahren vorhanden und der Anspruch auf dessen Rückschnitt verjährt sei. Die Hecken schneide er sonst unaufgefordert regelmäßig auf eine Höhe von zwei Metern zurück. Nur einmal habe er die Hecke auf über zwei Meter wachsen lassen, weil er wegen einer Krankheit des Kirschlorbeers ein Gutachten habe einholen wollen, was er dann aber doch nicht getan habe.

Das AG München gab der Klage teilweise statt und verurteilte den Nachbarn, die beiden Kirschlorbeerhecken jeweils so zurückzuschneiden, dass sie künftig eine Höhe von zwei Meter nicht mehr überschreiten. Soweit der Beklagte einen an der gleichen Grenze befindlichen Kirschbaum auf ebenfalls zwei Meter zurückschneiden sollte, hat das Gericht die Klage abgewiesen.

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