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Recht / Arbeits-/Sozialrecht 
Donnerstag, 19.09.2019

Solocellist hat Anspruch auf bezahlte Freistellung für die Teilnahme am Probespiel

Das Arbeitsgericht Aachen entschied, dass ein Solocellist eines Sinfonieorchesters Anspruch auf die bezahlte Freistellung für die Teilnahme an einem Probespiel haben kann (Az. 1 Ca 776/19).

Der Kläger war Solocellist im Sinfonieorchester der beklagten Arbeitgeberin. Er bewarb sich auf eine ausgeschriebene Stelle eines anderen Orchesters. Das Probespiel für diese Bewerbung fand an zwei aufeinanderfolgenden Tagen statt. An denselben zwei Tagen gab das Sinfonieorchester der Arbeitgeberin ein Konzert. Nachdem der Arbeitgeberin durch eine vom Kläger beantragte einstweilige Verfügung aufgegeben worden war, ihn für die Dauer des Probespiels freizustellen, nahm der Kläger an dem Probespiel teil. Er beantragte u. a. die Bezahlung der zwei Tage seiner Teilnahme an dem Probespiel.

Die Klage hatte Erfolg. Das Arbeitsgericht entschied, dass die Arbeitgeberin die zwei Tage vergüten muss. Für die von § 40 Abs. 3 des Tarifvertrages für die Musiker in Kulturorchestern vom 31. Oktober 2009 verlangte Unentbehrlichkeit aus künstlerischen Gründen komme es darauf an, ob das gespielte Repertoire von jedem ausgebildeten Konzertmusiker gespielt werden könne oder weitergehende Fertigkeiten verlange.

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