Steuerberatungskanzlei Silke Thümmler in Dresden


Infothek

Zurück zur Übersicht
Steuern / Erbschaft-/Schenkungsteuer 
Freitag, 14.06.2019

Erbschaftsteuer: Stufenberechnung nicht gerechtfertigt

Bei der Erbschaftsteuer gilt für den gesamten Erwerb der gleiche Steuersatz. Eine günstigere stufenweise Berechnung wie bei der Einkommensteuer ist nicht möglich. Dies hat der Bundesfinanzhof entschieden (Az. II B 83/18).

Ein Vater hatte seinem Sohn einen Miteigentumsanteil an zwei Grundstücken im Wert von 246.800 Euro geschenkt. Das Finanzamt setzte dafür Schenkungsteuer in Höhe von rund 27.000 Euro fest. Das hielt der Sohn aber für zu hoch. Er vertrat die Auffassung, dass die Steuer in Stufen berechnet werden müsse. Für den ersten Anteil bis 75.000 Euro seines Erwerbs solle der niedrigere Steuertarif von 7 Prozent gelten. Erst für den darüber liegenden Teil gelte der höhere Steuersatz von 11 Prozent – also ähnlich wie bei der Einkommensteuer.

Nach Auffassung des BFH ist das aber nicht gerechtfertigt. Denn bei der Erbschaftsteuer gebe es einen Härteausgleich, wenn das geerbte oder geschenkte Vermögen nur knapp über der Schwelle zum höheren Steuersatz liege. Daher gelte der jeweilige Steuersatz für den gesamten Erwerb.

Zurück zur Übersicht

Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.


zurück zu Infoservice